Was hat Matjes mit Cha-Cha-Cha zu tun?

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Das Tom-Kyle-Puppentheater wurde 2008 vom Puppenspieler Peter-Michael Krohn ins Leben gerufen und begeistert seitdem Groß und Klein. Nun feiert es am 3. März zum zehnjährigen Bestehen im Foyer der Kieler Oper die Premiere des neuen Stücks.

Obwohl sich der Begriff „Tom Kyle“, also Keil des Meeres, vom ursprünglichen Namen der 1233 gegründeten Landeshauptstadt Kiel ableitet, sind viele Leute der Meinung, dass es sich um eine Person oder einen Künstlernamen handelt. Wahrlich ein amüsantes Versehen – mittlerweile hat sich Peter-Michael Krohn, der gelernte Theaterplastiker des Kieler Opernhauses, daran gewöhnt, auch als „Tom“ oder „Herr Kyle“ angesprochen zu werden.

Was zunächst als „Puppentheater im Stil der 1950er-Jahre“ gegolten hatte, entpuppte sich schon ab der ersten Aufführung als großer Erfolg. 2015 folgte dann die erste Inszenierung mit Wolfgang Buresch, „Das Räuberstück“, in dem Krohn zwölf 50 Jahre alte Bühnenfiguren allein zum Leben erweckt.

Krohns Leidenschaft wird sich aber zukünftig nicht nur auf das Puppenspiel „wie anno dazumal“ beschränken. Mit dem aufwendig inszenierten Figurenspiel „Matjes mit viel Cha-Cha-Cha“ steht nun die Premiere einer spaßig-spannenden Waterkant-Geschichte für Kinder und Erwachsene an.

Mit liebevoll gestalteten Figuren und einer fein reduzierten Paraventbühne bewegt er sich darin auf neuen Wegen zum zeitgenössischen Figurentheater und verknüpft dabei die Moderne des visuellen Theaters mit der Kunst des interaktiven Spiels zwischen Puppe und Zuschauer.

Am Samstag, dem 3. März, kann das Spektakel mit Kindern ab vier Jahren im ersten Foyer des Kieler Theaters besucht werden. Der Einlass ist um 14.30 Uhr, der Eintritt beträgt 8,30 Euro, ermäßigt fünf.

(Foto: Frahm)