Wie wollen Senioren leben?

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Zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr hatte der Seniorenbeirat der Gemeinde Molfsee Bauamtsleiter Peter Krebs eingeladen, der über das Thema „Wohnen im Alter“ referierte. In den von ihm gelieferten Fakten spiegelte sich u.a. deutlich wider, was auf Kommunen, Bauherren und Stadtplaner in Zukunft zukommen wird.

Wenn im Jahr 2025 20 Millionen Menschen über 65 Jahre alt sind, muss schon heute der Frage nachgegangen werden, wie kann bzw. muss altersgerechtes Wohnen aussehen. Diese Frage lag dem Seniorenbeirat besonders am Herzen, und sie suchten Antworten z.B. bei der anwesenden Bürgermeisterin Ute Hauschild.

Zunächst musste ernüchternd festgestellt werden, dass die Gemeinde weder über freie Flächen noch finanzielle Möglichkeiten verfügt, derart zu gestaltende Wohnprojekte in Angriff zu nehmen. Einen kleinen Lichtblick gab es im Hinblick auf das Bauvorhaben „ehemaliger Pennymarkt“. Dort werden 16 Eigentumswohnungen in zwei Blöcken, die jeweils mit einem Fahrstuhl ausgestattet sind, entstehen; sechs Wohnungen davon sind barrierefrei.

„Wir wollen schon dahin kommen, dass möglichst immer behindertengerecht gebaut bzw. saniert wird, was ja nicht nur älteren Menschen zugutekommen kann“, so Ute Hauschild. Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass Häuser-/ Wohnungsanpassungen aus privaten Mitteln vorgenommen werden müssen, lediglich den Einbruchschutz betreffend können Gelder beantragt werden.

Einen kleinen Rück- sowie einen Ausblick auf Aktivitäten des Seniorenbeirates gab die 1. Vorsitzende Ilsabe Raasch und merkte an, dass eine Wanderkarte für Senioren in Arbeit sei. Zudem sind für das neue Jahr sieben Treffen zum gemeinsamen Frühstücken geplant, das erste findet am Freitag, dem 26. Januar, um 9.30 Uhr in der Begegnungsstätte Osterberg statt.

Michael Krützfeldt von der Gemeindeverwaltung konnte berichten, dass wieder eine Seniorenfahrt geplant ist. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass im November 2018 die Seniorenbeiratswahl anstünde. In diesem Zusammenhang machte er noch einmal deutlich: „Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung der über sechzigjährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Er ist ein wichtiges Organ für die politische Arbeit von Seniorinnen und Senioren und berät und unterstützt die Gemeindegremien. Vielleicht besuchen Sie mal eine Beiratssitzung, um sich selbst ein Bild zu machen, inwieweit Sie sich einbringen können.“

Für Auskünfte steht Ihnen Michael Krützfeldt unter 0431/ 65009-11 gern zur Verfügung.

Foto: ©Preising