Neue Rettungswache

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Ganze 17 Punkte umfasste die Tagesordnung zur 312. Sitzung des Ortsbeirats (OBR) Hassee/ Vieburg am 20. November 2018. Entsprechend lange dauerte die Veranstaltung. Hier das Wichtigste in aller Kürze.

Baumaßnahmen beim ASB
Wolfgang Mainz, der Regionalgeschäftsführer beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), nutzte als Gastgeber die Gelegenheit, um den ASB und vor allem den geplanten Neubau der Rettungswache auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks an der Hamburger Chaussee 90 vorzustellen. Der Baubeginn ist für April 2019 geplant. „Wir rechnen mit einem Jahr Bauzeit“, so Mainz über das 765 m² große Gebäude, das 2,1 Mio. Euro kosten soll. „Für den Stadtteil bedeutet das eine gute Versorgung. Eine Ausweitung der Vorhaltezeiten ist im Gespräch.“
Derzeit wird die ASB-Flohmarkthalle ausgeräumt. Das Gebäude soll im Januar abgerissen werden. Ab Februar stehen die Rettungsfahrzeuge vorne an der Straße.

Strategien zur Luftreinhaltung
Einen breiten Raum nahm das Dauerthema „Luftverschmutzung am Theodor-Heuss-Ring“ ein. Dazu war der Leiter des Umweltschutzamtes geladen. Er betonte, dass Maßnahmen gesucht werden, um die überhöhte Schadstoffbelastung an der vielbefahrenen Straße (100.000 Fahrzeuge täglich) kurzfristig zu senken. „Wir stehen an einem Punkt, wo wir alle möglichen Maßnahmen von einem Gutachter prüfen lassen“, sagte Andreas von der Heydt und zählte einige Alternativen zum Fahrverbot auf: Tempolimit absenken, Zufahrtstraßen sperren, Einfädelungsverkehr vom Überflieger optimieren, öffentlichen Nahverkehr stärken, Absauganlage. „Sobald neue Fakten vorliegen, komme ich gern wieder vorbei“, versprach er dem Ortsbeirat.

Park- und Ruhebänke
Der OBR-Vorsitzende Christian Jopen erzählte von einigen Anrufen und E-Mails nach dem Fahndungsaufruf in der letzten Sitzung. Die Verwaltung wird jetzt ein Kataster für Parkbänke einpflegen. Das Tiefbauamt benötigt von der Bevölkerung weitere Hinweise, wo Bänke nicht nutzbar, aber weiterhin gewünscht sind. Andernfalls werden defekte Bänke ersatzlos abgebaut.

Radverkehr Saarbrückenstraße
Beim Punkt „Prioritätenliste Radverkehr“ sprach sich der Ortsbeirat besonders für einen Schutzstreifen an der Saarbrückenstraße aus, lieber noch für einen Radstreifen. „Ich halte 2021 für absoluten Unsinn“, kritisierte Jopen die vorgesehene Umsetzungszeit und witzelte: „So ein Eimer Farbe müsste vorher möglich sein.“

Straße soll umbenannt werden
Der Ortsbeirat stimmte der Umwidmung und der Einbeziehung vom Feldweg in den Sandberg zu. „Die Gegebenheiten haben sich geändert. Einen Feldweg gibt es heute nicht mehr“, hieß es.

LED-Straßenbeleuchtungen
Mitgeteilt wurde, dass die Stadt Kiel ihre Straßenbeleuchtung nun komplett auf LED umgestellt hat. „Sollte es mal nicht richtig hell sein, dann können Sie die Störung melden“, informierte der Vorsitzende. Dafür gibt es eigens eine App (stoerung24). Die Störungsrufnummer lautet 0431/ 3644666. Die swb Beleuchtung GmbH verspricht zeitnahe Beseitigungen aller Störungen, wobei erhebliche Gefährdungen unverzüglich beseitigt werden.

Ideenbörse „Jung & Alt“
Der Ortsbeirat erwägt weitere Aktionen mit dem Jungen Rat. „Wir wollen, dass Jung und Alt besser in Kontakt kommen, damit sie voneinander profitieren und nicht nebeneinander her leben“, sinnierte Jopen. Das neue OBR-Mitglied Julia Plothe (Die Fraktion) hatte gleich einen konkreten Vorschlag: „Wie wäre es, einmal im Jahr ein Pizzabacken oder so zu machen?“

Anlaufstelle Nachbarschaft
Der Seniorenbeauftragte Karl Stanjek wollte wissen, warum es in Hassee keine „Anlaufstelle Nachbarschaft“ gibt? „2019 werden in Kiel sieben neue Anlaufstellen eingerichtet, aber nicht in Hassee“, so Stanjek. „Dabei sind hier 30 Prozent der Einwohner älter als 60 Jahre.“ Er regte an, dass sich der Ortsbeirat dafür einsetzen möge. Mehr dazu auf der nächsten Sitzung. Termin ist am 18. Dezember um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Liebfrauenkirche (Krusenrotter Weg 35).

Text: Frahm; Foto: ©Krümmel Architekten